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- In Baden-Württemberg hat es ein demokratischer Entscheidungsprozess nicht geschafft, zu einer neutralen, transparenten und fairen Aufzählung und Bewertung der Vor- und Nachteile von Stuttgart 21 zu kommen.
Im Rückblick auf die Volksabstimmung ist das nicht verwunderlich, weil die Bürger durch nicht belegte Behauptungen / Unwahrheiten (wie die Behauptung von 1,5 Mrd. Ausstiegskosten ) und Angstmacherei (Verlust von Arbeitsplätzen, keine Zukunft für Jugend,..) einseitig durch Medien und Wahlwerbung beeinflusst wurden und die sachlichen Argumente dabei auf der Strecke blieben.
- Die grün-rote Landesregierung hat entscheidende Vorbedingungen aus dem Koalitionsvertrag im Vorfeld der Volksabstimmung nicht erfüllt, wie z.B.
- vollständige Transparenz über Prämissen und Ergebnisse des Stresstests,
- vollständige Kostentransparenz hinsichtlich der Bau- und Ausstiegskosten,
- vollständige Leistungstransparenz des aktuellen Kopfbahnhofs und der S21 Planung,
- Vorliegen vollständiger Planfeststellungsanträge für alle noch nicht genehmigten Bauabschnitte,
- die Diskussion der Grundlagen von S21, über die die Parlamente abgestimmt haben und die nachweislich von S21 nicht erfüllt werden. Versprochen wurde ein Leistungszuwachs von „100 % mit Reserven“, aktuell wissen wir, dass S21 in Realität eine Reduzierung der Leistung ist.
- Unter einer demokratischen Volksabstimmung verstehen wir einen Prozess, in dem die Fakten im Vorfeld geklärt sind und der Bürger weiß, worüber er abstimmt!
Alles andere müssen wir als Farce bezeichnen.
- Es wurde nachgewiesen und von Gutachtern bestätigt,
In weiteren Gutachten wurde nachgewiesen, dass es entgegen den Versprechungen der Projektbefürworter eben
- keine kürzeren Reisezeiten,
- keine besseren Verbindungen,
- kein attraktiverer Schienenverkehr,
- keine Vermeidung / Verringerung von Flugverkehr,
- keine enorme Entwicklungsmöglichkeiten für das Land,
- keine verbesserten verkehrlichen Rahmenbedingungen gibt.
- Unsere Bilanz bezüglich S21 ist eindeutig. Eine Umsetzung von S21 wäre ein Rückbau des Bahnknotens Stuttgart , wofür mindestens 4,5 Milliarden Euro. aufgewendet werden müssen.
Damit ist dem Projekt die Begründung entzogen. Allein aus haushaltsrechtlichen Gründen darf kein Geld ausgegeben werden für ein Projekt, welches schlechter ist als der derzeitige Zustand.
Gerade weil von den Projektbefürwortern vor der Volksabstimmung viele Argumente und Themen aus durchsichtigen Interessen falsch dargestellt wurden, sehen wir uns (als unabhänhige Gruppierung Ingenieure22) weiterhin in der Pflicht und Verantwortung, für sachliche Aufklärung zu sorgen und unsere unabhängige Kompetenz zum Wohl von Stuttgart und des Bahnverkehrs im Land einzusetzen.
Wir, die Ingenieure22, stehen voll hinter der Stuttgarter Erklärung
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